Caffè auf Elba
Schwarz wie die Nacht, süß wie die Liebe und heiß wie die Hölle – so soll ein guter Caffè schmecken. Auf Elba gehört Kaffee genauso selbstverständlich zum Alltag wie auf dem italienischen Festland. Wer auf der Insel unterwegs ist, trifft fast überall auf Bars, in denen schnell ein Espresso im Stehen getrunken wird – oft mehrmals am Tag.
Auch heute noch wird in vielen italienischen Haushalten der Caffè ganz klassisch mit der Moka-Kanne zubereitet. In den unteren Teil wird Wasser eingefüllt, darüber kommt das Filtersieb mit dem gemahlenen Kaffee. Dann wird das Oberteil aufgeschraubt und die Kanne auf Gas- oder Elektroherd gestellt. Nach wenigen Minuten steigt der Kaffee nach oben in die Kanne. Die beliebte Crema entsteht dabei allerdings meist nicht.
Kaffeezubereitung in Italien
In immer mehr Küchen übernimmt heute eine Espressomaschine diese Aufgabe – kleinere Varianten der professionellen Geräte, wie man sie aus italienischen Bars kennt. Sowohl Siebträgermaschinen als auch Vollautomaten bereiten im Handumdrehen einen kräftigen Caffè mit schöner Crema zu.
Auf Elba kannst Du diese italienische Kaffeekultur ganz entspannt erleben: morgens an der Bar, nach dem Essen als Espresso oder bei einem Cappuccino mit Blick aufs Meer.
Kleines Caffè-Lexikon
Caffè / Espresso
Der Klassiker besteht aus etwa 60 ml Wasser, das durch 6,5 bis 7 Gramm Espressopulver gepresst wird.
Doppio
Der Doppelte: zweifache Menge Wasser, zweifache Menge Pulver.
Ristretto
Aroma pur: Auf die volle Pulvermenge wird nur die Hälfte des Wassers, also ca. 30 ml, genommen. Das ergibt einen konzentrierten und sehr aromatischen Espresso.
Lungo
Der Langgezogene: Auf die einfache Menge Pulver kommt eine größere Menge Wasser.
Corretto
Der „korrigierte“ Caffè – also ein Espresso mit einem Schuss Grappa oder Vecchia Romana.
Caffè Latte
Ein Doppio wird in einer großen Tasse mit heißer Milch aufgefüllt.
Cappuccino
Er besteht aus einem Caffè und einer Haube aus geschäumter Milch, oft mit etwas Kakaopulver bestäubt. Ein Italiener trinkt den Cappuccino normalerweise nur zum Frühstück.
Macchiato
Eine Art Mini-Cappuccino: Der Caffè wird mit wenig heißer Milch und etwas Milchschaum serviert.
Latte Macchiato
Dieses Getränk wird in einem hohen Glas serviert, damit die Schichten sichtbar bleiben: heiße Milch, Milchschaum und darüber ein Caffè.
So muss ein Cappuccino aussehen!
Aber um ehrlich zu sein: Nicht auf Elba fotografiert, sondern in Neapel, im wunderbaren Gran Caffè Gambrinus.
Caffè auf Elba genießen
Wer auf Elba unterwegs ist, sollte sich ruhig öfter einen kurzen Stopp in einer Bar gönnen. Ein schneller Espresso an der Theke, ein Cappuccino am Morgen oder ein Caffè Corretto nach dem Essen gehören in Italien einfach dazu – und machen auch den Urlaub auf Elba ein Stück authentischer.